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Vulcan 650 S -Cruiser Motorrad / Bild: Eigenfotografie

Vulcan 650 S -Cruiser mit R&G Racing Kennzeichenhalter

Heute möchte ich Euch meine Eindrücke der letzten 12 Monate zur Kawasaki® Vulcan® S (Modell 2015) schildern. Wie ich im ersten Artikel zur Vulcan S bereits geschrieben habe, handelt es sich bei dem Motorrad um einen sogenannten Cruiser. Bisher bin ich “nur” 3000 Kilometer mit der Vulcan S gefahren und bin somit noch Fahranfänger. Vor einigen Tagen habe ich das Heck kürzen lassen (siehe Artikel Heckumbau Vulcan S), was mir optisch sehr gut gefällt. Grundsätzlich finde ich das Design sehr gelungen. Mehrere Kollegen haben die Vulcan als “teurer” geschätzt, als sie eigentlich ist. Sehr markant ist das geschwungene Design, mit dem wuchtigen Tank und den modernen, fast futuristischen Rundungen und Formen.

Mein Modell hat eine matt-schwarze Lackierung, die zwar sehr schön aussieht, aber doch relativ anfällig gegenüber Kratzern ist.  Zum Schutz benutze ich eine hochwertige Abdeckplane. Im Winter steht das Motorrad mit vollem Tank und abgeklemmter Batterie in einer Garage. Als Zubehör zur Pflege benutze ich ein S100 Kettenspray und S100 Matt-Wachs-Spray.

Vulcan S – Eindruck nach ca. einem Jahr

Wichtig war mit bei der Anschaffung eines Motorrads auch eine gewisse Zuverlässigkeit. Diese habe ich bei verschiedenen 50er Rollern (2 Takt und 4 Takt) bisher vermisst. Bei meinen Rollern gab es immer irgendwelche Probleme mit dem Vergaser, Zündung, Batterien usw.. Die Vulcan S (Benzineinspritzung) springt hingegen immer an und hat mich bisher nicht im Stich gelassen. Im Sommer ist mir bei höheren Temperaturen aufgefallen, daß sich der Tankdeckel manchmal sehr schwer öffnen lässt. Hier sollte ich demnächst evtl. die Tankentlüftung überprüfen, da ein ziemlicher Unterdruck im Tank entsteht.

Vulcan S - 650 Cruiser Motorrad / Bild: Eigenfotografie

Vulcan S – 650 Cruiser Motorrad

Die ersten Fahrminuten gehe ich immer sehr ruhig und entspannt an. Sobald die Vulcan auf Betriebstemperatur ist, läuft sie sehr rund und ruhig. In Sachen Lautstärke würde ich sie zu den leiseren Modellen zählen. Der Auspuff gefällt mir optisch so wie er ist. Sobald ein – für mich-  interessantes Modell auf den Markt kommt, werde ich über einen optionalen Auspuff nachdenken. Nach ca. 20-30 Minuten Fahrzeit stellt sich bei mir der gewünschte Fahrspaß ein und ich freue mich über Strecken, auf denen ich auch mal 100 km/h oder schneller fahren kann. Das Schalten gelingt mir mittlerweile recht gut, insbesondere was das Herunterschalten angeht, womit ich die Bremswirkung des Motors nutze. Anfangs habe ich noch über eine zusätzliche digitale Ganganzeige nachgedacht, welche aber inzwischen nicht mehr so wichtig ist.

Bei meinen Automatik-Rollern war es bisher immer so, daß ich vergleichweise schnell aus dem Stand beschleunigen konnte. Bei der Vulcan S muss ich recht zügig schalten, um die gleiche Beschleunigung zu erreichen. Sobald ich aber im dritten Gang bin, spüre ich die Leistung des 649 ccm Motors und kann ordentlich beschleunigen. Im Bereich der Geschwindigkeit ist es so, daß ich in etwa von 0-10 km/h im ersten Gang, von 10-20 im zweiten Gang und ab 20-30 im dritten Gang usw. fahre.

Sicheres Fahren mit der Vulcan S

Einige Tipps aus diversen Videos und Foren habe ich beherzigt, um das Fahren sicherer zu gestalten. Dazu zählt bei langsamen Fahrten und Bremsmanövern das Benutzen der Hinterradbremse (Pedal auf der rechten Seite). Das heißt, ich benutze fast immer die Hinterradbremse, wenn ich langsam fahre und bremsen muss (Stadtverkehr, Stau etc.). Dadurch habe ich mehr Stabilität und das Mottorad kippt nicht so schnell um, als wenn ich nur die vordere Bremse benutzen würde. Bei starken Bremsmanövern benutze ich hingegen beide Bremsen. In meinem Artikel “Tipps für Motorradfahrer” gehe ich auf die Sicherheit etwas genauer ein. Beim Abstellen (Parken) achte ich auf einen festen Untergrund, um ein Umkippen zu vermeiden.

Vulcan S -Motorrad im Detail

Vulcan S -Motorrad im Detail

Vor der Fahrt überprüfe ich diverse Funktionen wie z.B. Licht, Blinker etc.. Zum Reinigen fülle ich einen kleinen Eimer mit warmen Wasser und gebe Spülmittel hinzu. Mit Hilfe eines Mikrofaser – Waschhandschuhs säubere ich die erreichbaren Stellen und spüle das gesamte Motorrad dann behutsam und ohne großen Druck mit einem Schlauch ab. Des Weiteren benutze ich das bereits erwähnte Matt-Wachs-Spray für den Lack. Bewegliche Teile wie z.B. die Fußschaltung etc. können mit einem Spray behandelt werden, um die Beweglichkeit zu gewährleisten. Das Kettenspray benutze ich nach der Fahrt, um es über Nacht einziehen zu lassen.

Wie die Bezeichnung “Cruiser” bereits vermuten lässt, eignet sich die Vulcan S sehr gut zum Herumcruisen und für entspannte Touren. Aus diesem Grund bin ich bisher vergleichsweise wenige Kilometer gefahren. Ich suche mir die passenden Tage hierfür heraus, dazu zählt neben dem Wetter auch das ensprechende Verkehrsaufkommen. Um mehr Routine und somit Sicherheit zu bekommen, werde ich aber versuchen noch häufiger zu fahren.

Fazit zur Kawaski Vulcan S – Modell 2015

Mein bisheriges Fazit: Das Fahren mit der Vulcan S macht sehr viel Spaß und gestaltet sich in etwa so, wie ich es mir vorgestellt habe, bevor ich einen Motorrad-Führerschein gemacht habe. Jede Fahrt wird mehr oder weniger gut vorbereitet. Dazu zählt das Anziehen der Schutzkleidung und die Sicherung des Motorrades (Schloss etc.). Ich sehe jede Ausfahrt also als etwas Besonderes an. Der Aufwand der Vorbereitung ist im Vergleich zu einem Auto doch etwas größer.

Kawasaki Vulcan S - 650er Cruiser-Details

Kawasaki Vulcan S – 650er Cruiser-Details

Das Motorrad fühlt sich für mich recht schwer bzw. wuchtig an. Der Wendekreis ist nicht gerade klein und ich muß ständig an meinen Fahrkünsten in Sachen Kurven arbeiten. Hier hilft mir der Tipp, mich insbesondere beim Abbiegen immer auf den Blick nach vorne zu konzentrieren. Auch das Spiel mit dem Gas muss ich noch mehr üben, um Ruckler zu vermeiden. Abgesehen davon war jede Fahrt bisher ein besonderes und befreiendes Erlebnis und wird auch in Zukunft von mir als solches betrachtet. Mir gefällt auch die Motorrad – Community, man wird beinahe bei jeder Ausfahrt von anderen Motorradfahrern freundlich per Handzeichen gegrüsst.

Demnächst muss die Gute zur Hauptuntersuchung, aufgrund des gepflegten Zustandes mache ich mir diesbezüglich aber keine Sorgen. Eventuell schließe ich noch eine Garantieverlängerung ab. Soweit mein Eindruck zur Kawasaki Vulcan S, als 2015er Modell, ich hoffe ich konnte Euch ein wenig von meiner Begeisterung zu dieser netten Maschine vermitteln. Über Kommentare / eigene Bilder würde ich mich sehr freuen. Ich wünsche Euch eine gute und allzeit sichere Fahrt!


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3 Kommentare

  1. Matze

    Liebes Technikfreaks-Team,
    danke für den tollen ErFAHRungsbericht 🙂 Ich möchte mir eventuell ebenfalls eine Vulcan S zulegen, noch ein bisschen sparen ist allerdings angesagt.

    Wie sind denn die Eckdaten der Vulcan S, z.B. Beschleunigung von 0 auf 100, Höchstgeschwindigkeit (Vmax), Verbrauch, Beschleunigungsverhalten, Getriebeübersetzung… Ich weiß, Top-Speed usw. spielen bei der Maschine nicht unbedingt die Hauptrolle, interessiert mich aber trotzdem 🙂

    Eiszeitliche Grüße aus dem offenkundig erderwärmten Österreich wünscht euch
    Matze

    Antworten
  2. Technikfreak (Beitrag Autor)

    Hallo Matze,

    vielen Dank für Deinen Kommentar. Die einzelnen Spezifikationen findet man in der Übersicht beim Hersteller direkt, hier ein paar Eckdaten:

    – 45 kW (61 PS) / 7.500 /min
    – Hubraum 649 cm³
    – 6-Gang Getriebe
    – Maximales Drehmoment 63 Nm
    – Höchstgeschwindigkeit 176 km/h
    – Antrieb Kette
    – Elektrisches Startsystem
    – L x B x H: 2310 x 880 x 1100 mm
    – Tankinhalt 14 Liter
    – Gewicht ca. 228 Kg
    – Motor: Viertakt-Reihenzweizylinder
    – ABS ja (gibt es auch ohne ABS)

    Der Verbrauch liegt so im Schnitt bei 5 Liter / 100 km/h, Beschleunigung von 0-100 so ca. 5 Sekunden.

    Ich hoffe Dir hilft die kurze Übersicht zur Vulcan S, sofern das Eis durch die Erwärmung wieder getaut ist, lässt es sich prima mit dem feschen Motorrad fahren 😉

    Gruß

    Technikfreak

    Antworten
  3. Technikfreak (Beitrag Autor)

    ps.: hier noch ein Bild der Vulcan S aus dem Jahr 2015 – 2016

    Antworten

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