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Roland A-800-PRO USB / MIDI Controller Keyboard / Bild: Amazon.de

Midi Controller von Roland / Bild: Amazon.de

In diesem Beitrag möchte ich ein wenig auf die Eigenschaften eines Midi-Controllers eingehen und versuchen zu erläutern, wozu so ein Gerät nützlich sein kann. Als Anschlußmöglichkeiten stehen hierbei i.d.R. das sogenannte Midi und die USB – Schnittstelle zur Verfügung. Es gibt dabei Geräte mit und ohne eine eigene Klangerzeugung.

Das bekannteste Beispiel für Midi-Controller sind Keyboards oder Groove Production Studios wie Maschine von Native Instruments. Auf dem Bild links sieht man einen A-800 Pro Midi-Controller von Roland. Das Gerät verfügt über keine eigene Klangerzeugung und dient dazu, andere Instrumente zu steuern. Dies können z.B. Hardware-Soundmodule, Synthesizer oder Software-Programme wie VST – Instrumente sein. Da beispielsweise ein Soundmodul im 19 Zoll Rackformat oftmals über keine eigene Klaviatur verfügt (um so Platz sparen zu können), werden solche Geräte über externe Tastaturen gespielt.

Midi Controller mit USB / Bild: Amazon.de

Midi Controller mit USB / Bild: Amazon.de

Das macht Sinn, da man in Tonstudios somit mehrere Geräte platzsparend unterbringen kann. Man benötigt normalerweise nur eine oder maximal ein paar Tastaturen zum Einspielen von Noten und Befehlen, die vom Sequenzer empfangen und verarbeitet werden. Der Stromverbrauch solcher Controller ist dabei zumeist recht niedrig, wodurch eine Stromversorgung oft auch über den USB-Anschluß hergestellt werden kann.

Auch vom Gewicht her sind Keyboards aus Kunststoff häufig sehr leicht, weshalb sie sich sehr gut für den Transport eignen. Auf dem Bild rechts sieht man die verschiedenen Anschlüsse des A800-Pro USB/MIDI – Controllers von Roland, es gibt hier eine Midi – In und eine Midi – Out – Buchse, Midi steht hierbei für Musical Instrument Digital Interface und gilt als Industriestandart für die digitale Schnittstelle von Musikinstrumenten. Hiermit kann man diverse Geräte Steuern, die ebenfalls über die Midi-Buchsen verfügen. Auch ältere Geräte – die noch über keine USB-Schnittelle o.Ä. verfügen – können so gesteuert werden. Man kann den Controller z.B. auch an ein USB-Midi-Interface anschließen, um so eine Verbindung mit dem Computer herzustellen. Man findet immer häufiger auch einen USB-Aschluß am Midi-Interface, womit man per “plug and play” eine Verbindung mit dem Computer herstellen kann. In vielen Fällen ist dabei nichteinmal ein Treiber für den Betrieb notwendig.

M-Audio Axiom AIR Mini 32 Midi USB-Keyboard und Pad Controller / Bild: Amazon.de

Mini Midi USB-Keyboard / Bild: Amazon.de

Ein weiteres Beispiel ist z.B. ein Midi USB-Keyboard und Pad – Controller wie das M-Audio Axiom AIR Mini 32 (siehe Bild links). Es eignet sich sehr gut für den mobilen Betrieb mit einem Notebook. Die Stromversorgung und die Eingabe der Noten und Befehle findet hier ausschließlich über die USB-Schnittstelle statt. Neben der Klaviatur mit Minitasten gibt es zahlreiche Endlos-Regler, mit denen sogenannte CC-Befehle und Automationen zur Software (DAW) übertragen und aufgezeichnet werden können. Desweiteren gibt es hier die soganannten Drum-Pads, mit denen z.B. Bestandteile eines Schlagzeugs bequem eingespielt werden können. Die Tasten und Pads sind dabei anschlagdynamisch um unterschiedliche “Velocity-Werte” (Anschlagstärken) oder Noten per “Note-Repeat” (Roll) einspielen zu können.

Moderne DAW´s (Musikporgramme) sind in der Lage die Reglerbewegungen zu “lernen”, d.h. über die “Learn-Funktionen” kann man den Reglern, Fader und Pads etc. eigene Funktionen zuweisen. Somit kann man auch ältere Synthesizer, die eine eigene Klangerzeugung haben, als Midi-Controller einsetzen. Über ein Midi-Interface kann man z.B. Synthesizer oder analoge Drumcomputer etc. per Midi anschließen, während das Interface eine Verbindung mit dem Computer per USB herstellt.

Akai Pro MPC Renaissance MIDI Controller für Mac/Windows  / Bild: Amazon.de

Akai Pro MPC Renaissance / Bild: Amazon.de

Sehr beliebt sind momentan auch verschiedene Grooveboxen, wie die Akai MPC Studio , Akai MPC Renaissance (siehe Bild rechts) und Maschine von Native Instruments. Bei der MPC ist z.B. eine Software / DAW mit zahlreichen Sounds im Lieferumfang enthalten, womit man direkt anfangen kann Musik zu produzieren, auch die Einbindung von VST-Instrumenten ist hiermit möglich. Auch diese Geräte sind reine Midi-Controller ohne eine eigene Klangerzeugung, d.h. für einen Betrieb ist ein Computer erforderlich. Der Vorteil von Midi-Controllern ist die verbesserte Spielbarkeit der Instrument im Vergleich zur reinen Bedienung der Software per Maus und Tastatur.

Moderne E-Drums und Drum-Pads sind ebenfalls Midi-Controller im eigentlichen Sinne, hier werden die einzelnen Bestandteile des Schlagzeugs an ein Soundmodul weitergeleitet, das für die Wiedergabe der Klänge verantwortlich ist. Es ist dabei auch möglich, z.B. ein E-Drum-Set per Midi oder USB an einen Computer anzuschließen, um die Drumsets der Software zu spielen und zu verwenden. Soviel ersteinmal hierzu, der Artikel wird wahrscheinlich noch erweitert bzw. ergänzt, über Eure Kommentare und Erfahrungen zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen.

Zusammenfassung
Rezensent:
Technikfreak
Datum:
Produkt:
Was ist ein Midi-Controller? Einleitung und Beschreibung
Autoren Bewertung:
5

2 Kommentare

  1. Pingback: Roland JD-XI – Synthesizer Review | Technikfreaks.net – Technik, Games, Computer und Freizeit

  2. Patricia Molby

    Sehr hilfreicher Artikel für mich als Anfänger! Danke!

    Antworten

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